Nähfuhrparkserweiterung 10. Mai 2008
Man soll es fast nicht glauben (und ehrlich gesagt: ich bin immer noch nicht richtig angekommen, was das anbelangt), aber seit unserem Urlaub bin ich im Besitz einer neuen Maschine. Aber jetzt erstmal von vorne.
Ich hatte im Februar von einer guten Bekannten (meiner Hairstylistin! Ein Gottvertrauen in mich, ehrlich! Diese Frau ist der H.A.M.M.E.R.!) völlig unvermittelt ihre Overlock angeboten bekommen, leihweise, da sie sie nicht braucht zur Zeit. Ich war völlig von den Socken, da ich überhaupt nicht die geringste Ahnung hatte, dass sie selbst ebenfalls näht. (Wie kleine unsere feine Nähgemeinde doch tatsächlich ist
). Da ich sowieso nicht wusste, ob ich jemals in den Genuss einer Ovi kommen sollte, sagt ich natürlich sofort ja. Also die Woche drauf wieder nach Karlsruhe gefahren und das gute Stück abgeholt. Zu besorgen galt es noch ein neues Ober- und Untermesser und das alleine beanspruchte nochmals fast zwei Wochen. Andere Geschichte.
Jedenfalls kam dann Ende Februar der heissersehnte Tag, an dem ich das erste Mal in meinem eigenen Nähzimmer mit einer Ovi nähen sollte. Und daraus entstand dann auch direkt dieser Pulli. Allerdings brauchte ich für ihn vermutlich länger als ohne Overlock sage und schreibe einen ganzen Tag, da ich die meiste Zeit mit dem Schraubendreher an dem Maschinchen saß und immer wieder das Untermesser reinschraubte. Denn leider haute es mir bei dem Stoff (und wie sich später auch herausstellte, bei egal welchem Stoff) ständig das Untermesser raus. Somit war ein Sitzen vor der Ovi ohne lautes Fluchen und Schraubendreher absolut nicht möglich…
Und da mein Mann sich weigerte, noch mehr Geld ausser dem für die Messer in eine fremde alte Maschine zu stecken, kämpfte ich mich halt weiter durch.
Und dann waren wir im Bayerischen Wald in Urlaub. Wer konnte da aber auch ahnen, dass gerade diese Firma zwei ein paar Ortschaften weiter ihren Sitz hat! Und ausgerechnet der Juwelier, den mein Mann sich ausgesucht hat, um die Armbanduhr anzupassen, ein paar Häuser weiter ist?!
Nun ja, es kam wie es kommen musste: Auf dem Weg zum Abholen beim Juwelier fällt mir also das Schaufenster des Ladens auf, der gepflastert total beklebt war mit “Alles-muss-Raus”-Plakaten. Also ich rein, während mein Mann zum Juwelier läuft. Fehler. Großer Fehler. (Gut für mich
). Und wer konnte schon ahnen, dass in diesem beschaulichen Hinterland dieser Anbieter hinter der Fassade steckt!
Ich habe mich also da so umgesehen, ein bisschen geschaut, ein zwei Fragen gestellt und schon war ich drin. So richtig. Mit Preisen sagen lassen. Und Rabatt-Abzügen ausrechnen (ausgerechnet ich, ich KopfRechnenniete). Und irgendwann kam mein Gatte. Und ich schaute noch eine Weile und ließ mir die ein und andere Maschine zeigen. Und ging wieder. Ohne Maschine.
Der restliche Tag ging ins Land, aber eine Maschine ließ mich gedanklich nicht mehr los. Zumindest die Rechnerei im Kopf, da das Maschinchen niegelnagelneu ist und einen unglaublich guten Preis hatte. Also hin und her diskutiert und gerechnet und der Mann beschloss dann, dass der Preis sehr gut ist und ich dann nicht mehr so viel fluchen müsste.
Und nun endlich, gestern, durfte ich sie auspacken und loslegen! Hach! Einfach schööööön!























